Rezensionen

After All: The Vermin Breed

(Dockyard 1)

Autor: Katze / Wertung: 8.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von After All - The Vermin BreedZwar haben die Belgier seit ihrer Gründung 1995 etliche Platten auf den Markt gebracht und sich auf Deutsch gesagt den Arsch abgetoured, aber der ganz große Wurf wollte ihnen bisher nicht so wirklich gelingen, auch wenn sich das Quintett sicherlich auf der letzten Tour mit Anthrax neue Hörerschaften erspielen konnten.

Jetzt gilt es, diese Hörerschaften mit einem neuen Label im Kreuz und einem neuen Album unterm Arm an sich zu binden. Dockyard 1 heißt das neue Label und „The Vermin Breed“ das aktuelle Album der Thrash-Metaller, und ob dieses Album die Power hat, die Jungs jetzt endlich ordentlich durchstarten zu lassen, muss sich zeigen. Ich fürchte fast, dass es nicht reichen wird, auch wenn „The Vermin Breed“ ein durchaus anständiges und ordentliches Album geworden ist. Allerdings werden es viele Metalheads zu bieder, ja sogar zu unauffällig finden. Zu unauffällig auf jeden Fall, um aus der Veröffentlichungsflut gerade in diesem Genre heraus zu stechen. Schade eigentlich, denn ich würde den Jungs mit ihrer Musik den Erfolg definitiv gönnen, denn man hört den insgesamt 9 Songs durchaus an, dass die Herren 100%ig hinter dem stehen, was sie machen, und das Material lässt auch reichlich Spielraum für die Vermutung, dass After All live on Stage so einige andere Acts wegblasen würden. Wer sich von den Qualitäten der belgischen Combo selber ein Bild machen möchte, sollte sein Hauptaugenmerk vor allem auf folgende Songs lenken: „Forgotten“, „Cascade“ und „Deny the Dream“. Der Sound ist übrigens insgesamt als durchaus amtlich und fett zu bezeichnen, obwohl die Scheibe allgemein ein wenig nach Underground klingt, was ihr allerdings einen sehr charmanten Anstrich verleiht.

Fazit: Ich fürchte fast, dass After All auch mit bzw. trotz „The Vermin Breed“ noch eine zeitlang eher auf staubigen denn auf goldgepflasterten Straßen wandeln müssen, denn auch dem aktuellen Album fehlt so ein bisserl der letzte Kick, der die Nummer aus der breiten Masse reißen kann. Vielleicht habe ich mit der Vermutung aber auch Unrecht, was mich in diesem Fall sogar freuen würde. Wer auf Thrash steht, sollte den Jungs durchaus mal eine Chance geben und seine Lauscherchen testweise in diesen Release stecken. 8 Punkte!

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