Rezensionen

Adema: Planets

(Earache)

Autor: SD / Wertung: 8.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Aus Earache Records soll auch mal einer schlau werden. Früher die wichtigsten Spezialisten für extremen Krach und derbes Geprügel, schreckt das britische Label in letzter Zeit immer weniger davor zurück, in verschiedene Richtungen weiter über den Tellerrand zu schauen. Dazu gehört auch die Veröffentlichung der neuen ADEMA-Scheibe. Eine Band, die am ehesten im Feld „Nu Rock“ angesiedelt ist.
Ferner ist „Planets“ das erste Werk mit ihrem neuen Frontman Luke Caraccioli. Der frühere Sänger der Combo ist ja bekanntlich, was oft genug betont wurde, der Halbbruder von Korn-Sänger Jonathan Davis. Aber das soll nun endgültig Schnee von gestern sein.
ADEMA jedenfalls sind irgendwo von Incubus bis Godsmack unterwegs, und schaffen es tatsächlich nicht zu sehr die bewährten Bollerrock-Strukturen vergangener „Nu Metal“-Hypes zu bemühen. Popige Gesangslinien über sägenden Gitarren kann man wohl eben doch noch darbieten, ohne dabei sofort entweder in glattgebügeltem Bubblegum-Metal oder in schnarchnasigen Alternative-Schrammelpop abzudriften. Dass die ganz großen Gassenhauer-Hymnen dabei eher fehlen, muss im Kontext des gesamten Albums ja nicht weiter schlimm sein – allerdings ist „Planets“ auch nicht unbedingt ein zuvor ungehörtes must have. Dennoch aber ein absolut gelungenes, vor allem klischeefreies Werk modernem Rocks, das gleichermaßen gefühlvolle wie fetzige Momente hat. Also nichts, was in die Analen harter Rockmusik eingehen wird, aber ein schönes Album für den kommenden Sommer.

No Comments »

No comments yet.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Leave a comment

Weitere Artikel des Autors

Aktuelle News

Aktuelle Artikel

Navigation


© Dirk Janßen, Webdesign, Webanwendungen & Content Management Systeme.

Sound Base Online Magazin Powered by WordPress - Inhaltsverzeichnis