Rezensionen

Adagio: Dominate

(Locomotive Records / Soulfood)

Autor: Katze / Wertung: 9.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Adagio - DominateManchmal wundert man sich, wie schnell die Zeit vergeht. Bei „Dominate“ von Adagio ist mir dies wieder einmal sehr deutlich aufgefallen, denn ich hätte beschwören können, dass deren Letztwerk „Underworld“ nicht schon drei ganze Jahre zurückliegt, aber so kann man sich irren.

Die nächste Frage, die sich aufwirft ist die, warum man sich für das Einspielen des dritten Werkes so lange Zeit ließ, wo man doch mit „Underworld“ eine wirklich gute CD auf den Markt gewuchtet hatte und der man besser gleich neue Großtaten nachfolgen hätte lassen müssen, wo man doch gerade so schön im Mittelpunkt gesteigerten Interesses stand. Die Antwort dürfte mit einem Blick auf die Besetzungsliste der Formation und ins beigelegte Presseinfo schnell gefunden sein, denn nach Querelen mit David Readman’s Management war nach „Underworld“ ganz plötzlich der Posten am Mikrophon vakant. Der musste natürlich erst einmal adäquat neu besetzt werden und so eine Suche verlangt einem bisweilen ein wenig Zeit ab. Im Brasilianer Gus Monsanto hat man dann aber schließlich einen Sänger gefunden – Readman Fans werden mich an dieser Stelle sicherlich steinigen wollen – der seinen Vorgänger durchaus amtlich ersetzen kann. Monsanto gibt dem Material von Adagio durch seine stimmliche Vielfalt reichlich Abwechslung, Schmiss und Pep. Ich persönlich empfinde diesen Wechsel für mich als Gewinn, da ich mich ehrlich gesagt inzwischen ein wenig an Readman’s Stimme und Gesangsstil satt gehört habe. Ansonsten hat sich im Hause Adagio nicht wirklich viel geändert, den musikalisch ist man sich weitestgehend selber treu geblieben.

Fazit: Musikalisch immer noch irgendwo in der Schnittmenge aus Power Metal der Marke Stratovarius und Prog-Metal Tönen a la Symphony X angesiedelt kommen Adagio auf ihrem Drittling „Dominate“ musikalisch ziemlich stark daher, allemal weil sie ihr stilistisch Spektrum durch den neuen Sänger noch um eine tieftönende Düsterkomponente bereichern konnten. Fans der vorgenannten Bands sollten hier mehr als nur ein Ohr riskieren. 9,5 Punkte!

No Comments »

No comments yet.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Leave a comment

Weitere Artikel des Autors

Aktuelle News

Aktuelle Artikel

Navigation


© Dirk Janßen, Webdesign, Webanwendungen & Content Management Systeme.

Sound Base Online Magazin Powered by WordPress - Inhaltsverzeichnis