Rezensionen > Musik

7 Days – 7 Tage bis U2

(e-m-s)

Autor: schlimm / Wertung: 7 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

7 Days  7 Tage bis U2U2 Fans werden dieser Tage mal wieder mit Produkten zu, von und über ihre Lieblinge überhäuft und verwöhnt. Die DVD-Veröffentlichung von Popmart steht kurz bevor, eine Neuauflage vom Meisterwerk „U2 & I“ wird es geben und jetzt kommt mit „7 Days – 7 Tage bis U2“ fast schon überraschend ein weiterer Silberling mit U2-Beteiligung in die Läden (die Videothek ihres Vertrauens sollte das Teil schon im Verleih haben).

Natürlich kam der Film jetzt auch nicht aus heiterem Himmel. In Mexiko erfreute sich dieser nämlich recht großer Beliebtheit und konnte einen kleinen Erfolg verbuchen und einfahren. Auch wenn dies der weltweit einzige Spielfilm ist, für den U2 ihre Einwilligung für Live-Aufnahmen gaben und der Name U2 natürlich auch recht häufig fällt, muss man als Betrachter lange warten, bis die vier Iren auch bildlich zu sehen sind, genauer gesagt bis zum Schluss…

In der Zwischenzeit ereignen sich mehr oder minder spannende und skurrile Begebenheiten. Der Plot beginnt damit, dass Claudio Caballero sich 500.000 Dollar von seiner Freundin leiht um sich seinen Traum zu erfüllen U2 für ein einziges Konzert nach Monterrey zu holen. Das Geld glaubt er bei einer Fußballwette verdoppeln zu können und sich so seinem Traum ein Stück näher zu wähnen. Natürlich geht die ganze Geschichte in die Hose, er verliert, kann aber auch seinen Wetteinsatz nicht bezahlen. Bevor er erschossen wird, kann er den Sohn des Mafiabosses Zamacona noch für sich gewinnen, denn besagter Sohn Tony ist ein riesengroßer U2 Fan. Claudio hat nun sieben Tage Zeit das U2 Konzert zu stemmen und auf die Beine zu stellen. Fortan überwacht Tony höchstpersönlich die Geschehnisse. Zwischen den beiden unterschiedlichen Männern entsteht innerhalb kürzester Zeit ein dicke Freundschaft und so überstehen sie auch jede noch so seltsame Situation und so schreitet die erst zum Scheitern verurteilte Aufgabe immer weiter gen Erfolg voran bis…

„7 Days – 7 Tage bis U2“ orientiert sich zum Teil etwas in die Richtung eines Quentin Tarantino oder auch Guy Ritchie der Marke „Snatch“ oder „Bube, Dame, König, Gras“, ohne allerdings auch nur annähernd deren Klasse zu erreichen. Die Meßlatte liegt aber auch fast unüberwindbar hoch und war eigentlich zum Scheitern verurteilt. Dies ist aber keineswegs gleichbedeutend mit schlecht. Trotzdem braucht es etwas bis der Film an Fahrt aufnimmt und so richtig aus den Puschen kommt. Am besten ist er immer dann, wenn die beiden „Freunde“ Claudio und Tony alleine agieren und die potentiellen Geldgeber von ihrem Vorhaben überzeugen wollen.

Fazit: „7 Days – 7 Tage bis U2“ ist insgesamt ein nettes Filmchen, welches die Welt zwar nicht aus den Angeln heben wird, aber doch gut zu unterhalten weiß. Interessant dürfte das Werk auch für U2 Fans sein. Gleichwohl gibt es für diese aber jetzt auch keine neuen Einblicke, denn die hier enthaltenen Live-Aufnahmen sind von der bereits bekannten U2-Chicago DVD. Kein Muss für einen U2 Fan also, sondern vielmehr ein Kann. Und zum guten Schluss werden sich sicher alle fragen, woher man nun die U2 Figuren von Tonys Altar bekommt…

http://www.e-m-s.de/

No Comments »

No comments yet.

RSS feed for comments on this post.

Leave a comment

Weitere Artikel des Autors

Aktuelle News

Aktuelle Artikel

Navigation


© Dirk Janßen, Webdesign, Webanwendungen & Content Management Systeme.

Sound Base Online Magazin Powered by WordPress - Inhaltsverzeichnis