12 Songs, 62 Minuten und kein Gesang. Die Rede ist von „The Destruction of Small Ideas“ dem neusten Streich von 65daysofstatic. Auch hier drückt die Band aus Sheffield wieder die ganze Bandbreite menschlicher Gefühlswelten mittels ihrer Musik aus. Wer bisher dem Irrglauben verfallen war, dass Rockmusik ohne Gesang überhaupt nicht funktionieren könne, der sollte sich mal dieses Album zulegen und eintauchen in die Klangwelten des Vierers. Ein weiteres Mal beweisen die Briten mit diesem Album, dass es keine Lyrics braucht um reichlich Emotionen zu transportieren.
Auch „The Destruction of Small Ideas“ haut einen Sound voll treibender Drums, pumpendem Bass und fetten Gitarrenwänden aus den Boxen. Veredelt wird das ganze wieder mit sanften Pianoklängen und dezenten Elektronikschnipseln. Von Heavy- bis Klassikelementen reicht hier die gesamte Palette an mitreißenden Klängen. Von melancholisch über nachdenklich bis wütend wird man hier auf die musikalische Reise von 65daysofstatic mitgenommen. Dazu bekommt man handwerklich allerfeinste Kost geboten. Die Umsetzung der einzelnen Tracks ist bis ins kleinste Detail sehr liebevoll, die Produktion richtig fett. Ein Rockalbum, was nahtlos an seine Vorgänger anknüpft und zu begeistern weiß.
Fazit: Wer Musik nicht nur als Beiwerk im Hintergrund konsumiert und bereit ist sich damit länger auseinanderzusetzen, der sollte mal in die Welt von „The Destruction of Small Ideas“ eintauchen und auf Entdeckungsreise gehen. Musik kann so viel mehr als Strophe/Refrain/Strophe sein. 65daysofstatic stellen dies auch mit ihrem neuerlichen Werk wieder eindrucksvoll unter Beweis. Zudem scheint die Band auch ihren Prinzipien treu zu bleiben und so hat man die lukrativen Angebote der großen Plattenfirmen abgelehnt. Hier scheint es wirklich mal nur um die Musik zu gehen und die ist so großartig, dass sie völlig für sich alleine steht und ein dickes Ausrufezeichen setzt.
http://www.65daysofstatic.com/
“…Sound voll treibender Drums, pumpendem Bass und fetten Gitarrenwänden…”
sorry, aber die unglaublich leise und drucklose produktion weist nicht eine der drei genannten komponenten auf!
Comment by hendrik — April 22, 2007 @ 2:25 pm
für mich eines der besten alben aus 2007, mithalten kann da nur noch *fear of a blank planet* von porcupine tree und gazpachos *night*
zu:
“…Sound voll treibender Drums, pumpendem Bass und fetten Gitarrenwänden…”
ja, so empfinde ich es auch´- gut und passend beschrieben!
Comment by eric — November 10, 2007 @ 5:26 pm